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Juroren

Prof. Yamei Yu
Biographie 

Yamei Yu ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Violinwettbewerbe, darunter der Tibor-Varga-Wettbewerb in Sion/Schweiz, der Louis-Spohr-Wettbewerb in Freiburg im Breisgau, der Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg sowie der ARD-Wettbewerb in München. Als Solistin trat sie mit renommierten Dirigenten wie Ivor Bolton, Vladimir Jurowski, Pavel Baleff, Yakov Kreizberg, Shao-Chia Lü, Lord Yehudi Menuhin, Kent Nagano, Ulf Schirmer und Sebastian Weigle auf.

Ihre Konzerttätigkeit führte sie zu namhaften Festivals wie dem Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen, dem Ravinia Festival in Chicago, den Schubertiaden in Schwarzenberg und Vilabertran/Barcelona, dem Roskilde Festival in Dänemark, den Berliner Festwochen, dem Leipziger Bachfest, den Stuttgarter Bachwochen, den Ludwigsburger Festspielen, dem Musikfestival Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival van Vlaanderen, dem Internationalen Kammermusikfestival in Stavanger, dem Osloer Kammermusikfestival, den Salzburger Festspielen sowie dem Festival Crete Senesi in Italien.

Darüber hinaus konzertierte sie in bedeutenden Sälen wie dem Concertgebouw in Amsterdam, der Berliner Philharmonie, dem Schauspielhaus Berlin, der Staatsoper, dem Herkulessaal und der Isarphilharmonie in München, dem Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall in London sowie dem Auditorio Nacional de Música in Madrid.

Seit 2009 ist Yamei Yu Professorin an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, wo sie eine erfolgreiche Violinklasse leitet. Viele ihrer Studierenden sind Preisträger
internationaler Violinwettbewerbe und haben Positionen in namhaften Orchestern inne.

Yamei Yu spielt auf einer Violine von Goffriller aus dem Jahr 1730.

Misha Nodelman
Biographie 

Misha Nodelman ist ein Meistergeiger, der schon früh der russischen Musikelite angehört. Sein müheloses meisterliches Violinspiel und seine tiefe Musikalität lässt jedes Konzert mit ihm zu einem Ereignis werden. Misha Nodelman ist erster Konzertmeister der Neue Philharmonie Westfalen, internationaler Preisträger und unterrichtet seit 2006 als Assistent bei Prof. Zakhar Bron in Köln.

Misha Nodelman wurde 1977 in St. Petersburg in eine Musikerfamilie geboren. Schon früh macht er durch sein außergewöhnliches Talent auf sich aufmerksam. Nach dem Gewinn des ersten Preises beim Wettbewerb für junge Talente in St. Petersburg, erhält er die hochkarätige russische Violinausbildung am St. Petersburger Konservatorium, zunächst an der dortigen Spezialmusikschule für hochbegabte Kinder, dann unter Prof. Ovcharek.
In dieser Zeit wurde er Sieger des Violinwettbewerbs der “Gartow-Stiftung” St. Petersburg. Mit dem Streichquartett “Modus” erhielt er den dritten Preis beim Wettbewerb der Münchner Konzertvereinigung. Zudem war er Mitglied des Kammerorchesters “Sankt-Petersburg Kamerata” unter Saulius Sondeckies.

Sein Weg führte ihn dann zu einem der berühmtesten Violinlehrer unserer Zeit, zu Zakhar Bron nach Köln.
In dieser Periode ist er Preisträger des 1. Internationalen Liana-Issakadze-Violinwettbewerb geworden und erhielt den ersten Preis sowie den Spezialpreis beim internationalen Violinwettbewerb Eurasia-2. Er wurde Stipendiat der Oscar und Vera Ritter Stiftung. Sein Studium vollendete Misha Nodelman mit dem Konzertexamen.

Misha Nodelman tritt regelmäßig auf als Solist und Kammermusiker. Als Konzertmeister der Neue Philharmonie Westfalen ist er mit der Arbeitsweise eines großen Orchesters vertraut. Eine Erfahrung die ihn als Solist noch wertvoller macht.
Er leitet das Nodelman Quartett, das brillant und ausdrucksstark die klassische Musikliteratur interpretiert.
Zwischenzeitlich gehört das Nodelman-Quartett zu der besten Streichquartette Deutschlands. Neben der Konzertbühne tritt das Nodelman-Quartett immer wieder durch Friedensprojekte hervor, wie das bundesweit beachtete Multimediaprojekt “Threnody for the Victims of Ukraine“ (Trauergesang für die Opfer in der Ukraine), oder ”Klingende Stolpersteine“, ein künstlerisches Projekt des Nodelman-Quartetts gegen das Vergessen.

Seit Wintersemester 2022/23 ist Misha Nodelman als Dozent für Violine an der Internationalen Musikakademie Anton Rubinstein in Düsseldorf tätig.

Prof. Ilya Grubert
Biographie 

Ilya Grubert wurde in Riga, Lettland, geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er an der E.-Dārziņš-Musikschule in Riga. Schon früh galt er als außergewöhnlich begabter Schüler. Im Alter von fünfzehn Jahren erkannte der inzwischen verstorbene, weltweit renommierte Violinpädagoge Yuri Yankelevich sein außerordentliches Talent und lud ihn zunächst an seine Schule in Moskau und später an das Moskauer Konservatorium ein. Grubert setzte seine Ausbildung bei den berühmten russischen Lehrern Yuri Yankelevich und Zinaida Gilels an der Zentralen Musikschule in Moskau fort und studierte anschließend bei dem renommierten Geiger Leonid Kogan am Moskauer Konservatorium. 1980 schloss Ilya Grubert sein Studium mit einem Doktorgrad ab.
Seinen ersten internationalen Erfolg erzielte er 1975 beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki. Anschließend gewann er 1978 den ersten Preis bei zwei der renommiertesten internationalen Wettbewerbe: dem Paganini-Wettbewerb in Genua und dem Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau.
Danach begann eine äußerst erfolgreiche internationale Karriere. Er trat unter anderem mit dem außergewöhnlich begabten Pianisten Naum Grubert sowie mit zahlreichen bedeutenden Orchestern auf, darunter die Moskauer Philharmoniker, die St. Petersburger Philharmoniker, das Russische Staatsorchester, die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, das Helsinki Philharmonic Orchestra, die Leningrader Philharmoniker, das BBC Welsh Symphony Orchestra, das New Jersey Symphony Orchestra, die Wiener Symphoniker, das English String Orchestra und das Orchestre d’Auvergne.
Er arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Mariss Jansons, Gennady Rozhdestvensky, Voldemar Nelson, Jaap van Zweden, Pavel Kogan, Vasilij Sinaisky, Mark Wigglesworth und Maxim Schostakowitsch sowie vielen weiteren zusammen. Seine Konzerte und Rezitaltourneen führten ihn in die Vereinigten Staaten, nach Kanada, Australien und durch ganz Europa.
Sein Rezitaldebüt in New York wurde von der New York Times mit großer Anerkennung aufgenommen. Die Zeitung bezeichnete ihn als „einen Musiker von außergewöhnlichem Talent in der Tradition der großen Virtuosen, ausgestattet mit einem unbeirrbaren Ton und einer außergewöhnlichen Technik“.
Ilya Grubert verfügt über eine umfangreiche Diskografie, die sowohl einen großen Teil des klassischen Standardrepertoires als auch weniger bekannte Werke umfasst. Im Januar 1996 erhielt er den Golden Tuning Fork Award für seine Interpretation der Violinkonzerte von Sibelius und Bruch.
Er nahm für bedeutende Plattenfirmen wie RCA, Naxos, Chandos, Channel Classics und Ondine auf. Zu seinem aufgenommenen Repertoire gehören unter anderem die Violinkonzerte von Sibelius, Tschaikowsky und Bruch, die Paganini-Konzerte Nr. 1 und 2 sowie sämtliche Kompositionen Prokofjews für Violine.
Eine seiner jüngeren, bei Naxos erschienenen Einspielungen ist der Violinmusik von Heinrich Wilhelm Ernst gewidmet und enthält unter anderem das Concertino, das Rondo Papageno und die Othello-Fantasie. Letztere wurde in ihrer ursprünglichen Fassung mit Orchester aufgenommen – eine Version, die zuvor noch nie eingespielt worden war. Auch seine Aufnahmen der Violinkonzerte von Mjaskowski und Weinberg erhielten begeisterte Kritiken.
Ilya Grubert lebt heute in den Niederlanden und ist Professor am Conservatorium van Amsterdam. Darüber hinaus unterrichtet er an der Winterakademie in Portogruaro in Italien sowie an der Universität Minho in Portugal. Seine Studierenden sind regelmäßig bei nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich.
Er spielt eine Violine von Pietro Guarneri aus Venedig aus dem Jahr 1740, die sich früher im Besitz von Henryk Wieniawski befand.

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